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Berichte

Aktuelles zur Corona-Krise in Indien

Wir bitten um Unterstützung!

Der Lock-Down wegen der Corona- Epedimie bringt in Indien viel Leid mit sich. Den Tagelöhnern sind jegliche Verdienstmöglichkeiten genommen. Viele Familien befinden sich in Not. Mithilfe einiger einheimischer Freunde hat das Team um Father Suresh und Nandhini bereits Reis und andere Lebensmittel organisiert und diese in den nahe gelegenen Dörfern verteilt.

In den letzten Wochen ist die Situation aber immer dramatischer geworden. Nandhini und Father Suresh haben verschiedene Möglichkeiten gesucht, um den Menschen zu helfen. Immerhin wurde die Ausgangssperre inzwischen insofern etwas gelockert, dass es jetzt mit einer Sondergenehmigung möglich ist, Hilfsgüter in die abgelegeneren Dörfer zu bringen. Dort wohnen zum Beispiel viele Familien, deren Kinder und Jugendliche die Dr. Arulappa Hr. Sec School besuchen oder im St. Johns Wohnheim leben. Father und Nandhini wollen diese und andere Familien in Not mit Lebensmitteln unterstützen und haben sich deshalb in folgendem frei übersetzten Brief mit der Bitte um finanzielle Unterstützung an Arivu und Aktion Indien gewandt:

„Liebe Freunde,

wie Sie wissen, kämpft die ganze Welt gegen Covid-19, welches seit Anfang des Jahres auf verschiedenen Ebenen des menschlichen Lebens viel Zerstörung gebracht hat. Wir hoffen, dass Sie alle gesund und munter sind.

Auch in Indien nehmen die Covid 19-Fälle von Tag zu Tag zu und die Menschen sind gezwungen, zu Hause zu bleiben. Hier gilt seit dem 22. März 2020 der Lock-down und es fällt den Menschen sehr schwer, ihre Familien zu ernähren. Hier müssen die meisten Menschen ihren Lebensunterhalt durch unorganisierte tägliche Lohnarbeiten verdienen. Da die meisten wirtschaftlichen Aktivitäten eingestellt wurden, sind die Tageslohnarbeiter stark betroffen und viele leiden Hunger, da sie kein Geld mehr verdienen können.

Die Lebensbedingungen der Tagelöhner verschlechtern sich von Tag zu Tag.

Zudem gibt es auch in der Region um Chennai sehr viele Wanderarbeiter, die immer noch versuchen zu Fuß in ihre Heimatdörfer zu gelangen. Dabei ist eine beachtliche Zahl bereits auf tragische Weise zu Tode gekommen, was Sie sicherlich auch in den Medien bei Ihnen zuhause gehört haben.

Hier sind mehr Menschen infolge des „Lock-down“ gestorben als durch die Infektion mit dem Corona Virus.

Die Regierung hat zu Beginn der ersten „Lock-down“ Periode jeder Familie 1000 Rupien gegeben (~ 12 € ). Wenn eine vierköpfige Familie für ihren Lebensunterhalt täglich 100 Rupien ( 1,20 € ) ausgibt, reicht die Covid 19 Subvention gerade mal für 10 Tage. Die Mehrheit dieser Menschen erwartet dringend Hilfe von anderen für ihre täglichen Mahlzeiten. Insbesondere die Älteren und die Kinder leiden sehr stark unter Hunger.

Die Covid 19 Situation hat eine riesige Bedürftigkeit hervorgerufen, aber wegen unserer begrenzten Möglichkeiten können wir nur sehr wenig tun.

Wir haben nun alle notleidende Familien aus dem Umfeld unserer Mitarbeiter, sowie den Familien der Kinder und Jugendlichen aus unseren Projekten und Familien aus der Gemeinde Neerpair und den näheren umgebenden Dörfern ausgesucht. Insgesamt sehen wir 1625 Familien aus diesem Kreis in großer Not.

Wir möchten diesen Familien mit einem kleinen Paket von Grundnahrungsmitteln für 10 Tage helfen. Ein Paket enthält Reis, Zucker, Linsen und Öl und kostet umgerechnet etwa 10€ “

Wir von Aktion Indien und Arivu möchten das Team von Father Suresh und Nandhini gerne finanziell unterstützen und würden uns daher über Spenden zu diesem Zweck (Verwendungszweck: Corona) sehr freuen!

Unser Spendenkonto finden Sie hier.

 

Covid-19 in Indien, Berichte von Father Suresh:

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